Raus aus der Defensive

 

 

Moin moin Leute,

wir müssen raus aus der Defensive und aus der Verteidigungshaltung, die wir als Landwirtschaft eingenommen haben und immer noch einnehmen. Es muss endlich damit Schluss sein, dass:
-wir ständig jammern
-wir Mitleid erwarten
-wir uns beschweren
-wir den Kopf in den Sand stecken
-wir so weiter machen wie bisher
Durch viele Gespräche mit Familie, Freunden, Bekannten und Fremden auf der Straße ist mir deutlich geworden, dass diese Aktionen und Haltungen so auch oft wahr genommen werden.

Unsere deutsche Landwirtschaft leistet eine hervorragende Arbeit. Doch wir müssen uns auf den Weg machen und den Menschen zeigen wie diese Landwirtschaft funktioniert. Es besteht oftmals noch die Bilderbuchvorstellung von einem Bauernhof. Aber genau wir Landwirte wissen, dass diese Art der Landwirtschaft kaum noch existiert. Sie hat sich weiter entwickelt und ist wie jeder andere Wirtschaftszweig modern geworden.

Ich habe mich auf den Weg gemacht, um zu zeigen wie ein moderner Ackerbaubetrieb arbeitet und was auf den Feldern abgeht. Welche Arbeiten fallen an, welche Maßnahmen müssen aus welchen Gründen durchgeführt werden, welche Gedanken und Themen beschäftigen mich usw.

 

Allerdings soll das ganze keine einseitige Berichterstattung sein. Es geht um den Dialog. Beispiele dafür könnt ihr unter diesen Videos finden.

Was sind Sorgen, Wünsche und vielleicht auch Anregungen, die die Menschen haben.
Wir verlangen als Landwirte, dass wir respektiert und wertgeschätzt werden. Ich kann dies aber nur erwarten, wenn ich andere und deren Meinung auch respektiere!

Und nur durch den Dialog kann ich auch lernen was sich eventuell verändern muss. Ich kann so aber auch gut darauf eingehen welche Vorstellungen sich umsetzen lassen, welche noch Zeit brauchen und welche im Moment realisierbar sind. Nur so können wir zukünftig gemeinsam voran kommen.

Also raus aus der Defensive und aktiv werden. Den Menschen zeigen, was die Landwirtschaft in Sachen Innovation, nachhaltigen Umweltschutz uvw. zu bieten hat. 
Wir müssen aber auch bereit sein Strukturen, Verfahren und Produktionsweisen zu hinterfragen und bereit sein diese, wenn nötig, zu verändern und die Veränderung aktiv mitzugestalten.

Zum Schluss möchte ich euch noch die Seite von Michael Reber ans Herz legen. Er geht im Ackerbau sehr mutige und neue Wege und ich finde, dass er ein super Beispiel dafür ist, wie man die Veränderung angehen kann

 

Schöne Grüße

Euer Ackerbauer Phillip Krainbring