Einmal die Welt verbessern, bitte To Go!

Kennt ihr solche Momente? Manchmal stell ich mir vor die Welt zu verbessern. Alles richtig machen, einen grünen Fußabdruck hinterlassen. Die Instagram und Blog Welt der ich folge und die der Algorythmus für mich auswirft, die ist so im Welt verbessern Modus, so Perfekt. Weniger Müll produzieren, Öffentliche Verkehrsmittel, viel zu Fuß oder mit dem Rad, sportlich, gesund und nachhaltig einkaufen und ernähren, und und und und und... Doch ist das das Richtige, ist das Perfekt? Streben wir nach dem Perfekten? Dann kommt die Realität. Alles stehen und liegen gelassen, gerade noch den Bus erreicht. Wir wollen auf den Markt, frische und regionale, gesunde Lebensmittel einkaufen. Angerempelt von Einkaufstüte, übergroßen Blumensträussen, riesen Kartons, nass geregneten Regenjacken, wir begegneten vielen Einkäufern. Viele auf der einen Seite die Papiertüte von Primark auf der anderen Seite die Plastiktüte mit frischem Gemüse vom Markt. Das ist für mich ein Bild welches nicht die beiden Dinge sondern den Hintergrund, das Handeln in den Vordergrund hebt, wie so ein zwei Persönlichkeiten Ding. Das Einkaufen dort gestaltete sich gar nicht so einfach. Viele Menschen, keine Schlange wie im Supermarkt, der Einkäufer der laut und präsent war, der kam dran. Eigentlich möchte ich noch soviel wissen, wie läuft das bei euch ab? Wie produziert ihr Verkäufer das, was ich hier bei euch kaufe? Bist du der Produzent selbst? Da steht schon der nächste laute Einkäufer, alle haben wenig Zeit, da zeigt Gestik und der Ton schnell den Weg, weiter geht´s.
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Aus dem Trubel raus, selbst als Anstubserin mit übergroßem Blumenstrauss, nasser Jacke und zeitlich im Stress. Auf dem Weg zur Haltestelle durch die Innenstadt, liefen wir auf eine Kampagne zu. Inmitten meiner Gedanken um das was wirklich richtig ist, um Engels und Teufels Meinung auf meiner Schulter.. Die Grundsatzfrage will ich das, bin ich das bis hin zu lauf ich gerade in die richtige Richtung - Gedanklich aber auch Real zum Bus? Da sitzt ein Stoffhund auf dem Teller mit Gabel und Messer gedeckt mit der Frage auf dem Tisch "Wen essen, wen streicheln?" "Stoppt Massentierhaltung" Sieben Plakate mit verschiedenen Tieren, dunkel betonte Bilder hoch gehalten von sieben Personen.
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Irritiert, aufgedrängt eine Message im Raum, die natürlich gerade passend in mein Gedankenkonstrukt einschlägt. Hingehen? Fragen? Ein Gespräch führen? Konstruktiv diskutieren? Vorbeigehen? Was davon ist meine Aufgabe? Habe ich eine Aufgabe? Still sein, zurückhaltend ist genau die falsche Richtung das prägt gerade besonders das Bild aus Chemnitz. Das war auch deren Message, raus damit, laut sein. Das beeindruckt mich, ein gutes Konzept, die Message kommt an. Wie genau ist erstmal egal, die kommt an! Aufeinander zugehen war mein erster Gedanke. Ich habe das Gespräch gesucht. Darf ich mich kurz vorstellen ich bin Annika und mich interessiert wer ihr seid, was ihr für ein Hintergrund hinter eurer Message habt? Was ist Massentierhaltung? Was soll genau abgeschafft werden? Die beiden Gesprächspartner nahmen Ihre Plakate runter. "Erst einmal diese Landwirtschaft an sich, wie sie konventionell betrieben wird soll weg." Was genau verstehen Sie unter diese konventionelle Landwirtschaft. "Die, die gezeigt wird in den Dokumentationen, in den täglichen Bildern. Dieses konventionelle. Vielleicht ist nicht alles schlimm aber das Meiste." Das ist ihr empfinden nach verschiedenen Beiträgen, Dokumentationen und Bildern? Waren Sie schon mal bei so einem von Ihnen beschriebenen konventionellen Betrieb? "Nein, die meide ich ja bewusst und kaufe Bio." Wenn ich was Gutes gegen die Massentierhaltung tun möchte soll ich mich bei denen eintragen hat sie mir geraten zum Schluss, sie muss nun weitere werben, die Gemeinsam helfen wollen wie Sie. Ich kaufe Bio und gebe damit meine Verantwortung ab? Geht das so einfach? Wie sagt man so schön; "das hat dem Ganzen die Krone aufgesetzt." Von meinem einfachen Gedanken die Welt zu verbessern, easy vermittelt über Social Media, sitze ich hier in meinem Konstrukt an Gedanken, Dieser ist sehr geprägt von dem erlebten gestern, meinem Weltverbesserin Tag.