Das Baby wird der Mami weggenommen!

Emotionen ordnen. 

Beim Lesen des Titels „Das Baby wird der Mama weggenommen“ gebe ich ehrlich zu da zwickt es in meiner Magengrube.
Schrecklich ist mein erste Gedanke, meine Freundin gibt hinzu „ich hab erstmal meine Kids in den Arm genommen, aus Instinkt.“ 

Puh, soviel Emotion in nur einem Satz. 
Das gab es auch in den Kommentaren im Beitrag vom Milchviehbetrieb Hueske;

Videobeschreibung:

Eine Kuh hat auf dem Betrieb gekalbt. Zu sehen ist ein frischer, heller und trockener Strohbereich in dem eine Kuh das Kalb trocken geleckt hat. Die Landwirtin des Betriebes zeigt transparent den Vorgang der Trennung der Kuh vom Kalb. Wohlbemerkt ist ihr absolut ruhiger Umgang mit dem Tier, ihre ruhige Ansprache sowie Ihre richtungsweisende Hand welche die Kuh ohne Mühe los marschieren lässt. Sie begleitet die Kuh rüber Richtung Melkroboter wo die Kuh ein Zwischenstopp zum Fressen einlegt. Die Schritte werden von der Landwirtin mit der Kamera begleitet und erklärt, als Zuschauer ist man also im Geschehen. 

Das Wieso, Weshalb, Warum! 

Schon seit 5000 Jahren nutzt der Mensch die Milch von Kühen oder anderen Tieren (Ziegen, Schafen, Pferden…) 

Na und da die das immer schon so gemacht haben wird es heute auch noch so gemacht? 
Die Milchgewinnung ist heute auch noch das Ziel der Milchviehaltung aber der Weg hat sich mit den Jahren verändert und entwickelt. 
Neugeborene Kälber haben meist ein schwaches Immunsystem und keine Energiereserven, um Krankheiten zu überstehen. Daher werden Sie präventiv in einer möglichst Keim armen Umgebung mit viel frischer Luft aber auch geschütztem Rückzugsbereichen gehalten. Der Größte Teil der Menschen gebären in Krankenhäusern und am Sichersten mit Kinderintensivstation, so argumentieren meine Freundinnen Ihre Krankenhauswahl um möglichst viel Sicherheit für das Kind zu haben.
Die Landwirte wollen auch ein gesunden, guten und sicheren Start für die Kälber bereiten. 
Jahrzehnte lange Forschung fordert in den Hygieneratgebern auf, das Kalb so schnell wie möglich aus dem Einflussbereich der Mutter und der anderen Kühe zu entfernen und ihnen die Aufzucht unter den o.g. Umständen zu ermöglichen. 
Julia Nissen, alias Deichdeern zog in der Fach-Zeitschrift TopAgrar den Vergleich zwischen Schutzhelm und Ferkelschutzkorb. Hier ist es ähnlich; Es ist nicht schön so ein Fahrrad Helm aber er schützt den Radfahrer. 

Wieso werden Kuh und Kalb getrennt auf einem Milchviehbetrieb? 

„Ich wünsche, dass dir genau das selbe passiert, wenn du kalbst soll dir auch das Baby weggenommen werden!“(Zitat eines Kommentares unter dem Beitrag, anonymisiert)

Die Vorgänge hinterfragen – unbedingt erwünscht!
Die Vorgänge abfällig aus dem leeren bewerten und das auch noch auszusprechen – grausam!  

Vorgänge ethisch zu hinterfragen ist eine etablierte Aufgabe die der Beruf mit sich bringt, nicht nur der Beruf des Landwirten/ Landwirtin.
Verhaltensforschung, Ethische Hinterfragung, das gehört zu einem Vorgang dazu und begleitet ihn.
Das ist ein grundlegender Entwicklungsschritt – welcher beim Mensch schon zur ersten Stunde dazugehört. 
Jedes Kleinkind lernt mit den ersten Wörtern die Adverben Wieso, Warum… einzusetzen.
„Wieso machst du das?“

Eine zeitnahe Trennung nach der Geburt ist empfehlenswert, da ein sog. „Trennungsschmerz“ weniger bis gar nicht (individuell betrachtet unterschiedlich) zum Ausdruck kommt. Zu der Annahme gehören Verhaltensweisen die beobachtet werden über bestimmte Zeiträume und dann nach verschiedenen Ansätzen bewerteten werden von Fachleuten.
Also eine komplexe und keinesfalls leichtfertig abzuhandelnde These die aufgestellt wird. Ein Bauchgefühl und das zuschauen eines 3 minütigen Videos sind keine ausreichende Grundlage für die Ethische Bewertung! 
(Ich bin dran und werde euch mit den Fachleuten zusammenbringen,  Hinterfragen direkt an der Quelle, das ist mein Anspruch!)

Der Sprachgebrauch alleine gibt eine Abgrenzung der unterschiedlichen Individuen vor so wird der Vorgang einer Geburt bei jeder Art Individuell beschrieben. Menschen gebären Babys, Kühe kalben Kälber, Hunde werfen Welpen, etc. Nehmen wir das bitte als Vorgabe für einen Denkanstoß mit. 

„Wir trinken einfach keine Milch mehr, dann hab ich mein Problem gelöst!“
(Zitat eines Lösungsansatzes aus den Kommentaren, anonymisiert)  

Ist die Vegane Ernährung die Lösung aller Probleme? 

Laut der Befragung des Marktforschungsinstitut Skopos leben 1,3 Millionen Menschen in Deutschland nach Veganer Ernährung, sie schreiben ein Potenzial von 10 Millionen aus.1

Für mich findet sich keine einheitliche Definition für Veganismus. 
Bedeutet das Verzicht auf Lebensmittel Tierischen Ursprungs oder die Suche nach Ersatz auf pflanzlicher Basis? 

Letzteres und Erstes schließt für mich die Entscheidung für den Vegan Lebensstil aus und die Lösung stellt es es aus meiner Sicht auf die Fakten auch nicht dar. 
Die Betrachtung liegt da im Gesamten: Eine vollständige Nahrungssicherung ist nicht einfach herzustellen und Diese ist auch längst nicht im Gleichgewicht hergestellt. In meinem Kopf dreht sich bei dem Gedanken immer ein Kreislauf welcher aber kein Ende findet, da es ein so komplexes Thema ist und die richtige Lösung, gibt es die?
An dieser Antwort arbeiten wir alle täglich mit. 

Ich möchte gerne zur These – Verzicht auf Lebensmittel tierischen Ursprungs = Die Lösung? 
Deutschland als Anbaugebiet für Soja und andere Eiweiß Pflanzen ist nur bedingt geeignet, somit ist ein Import unumgänglich. Ein Argument gegen die Ernährung tierischen Ursprungs ist die CO2 Bilanz – doch wie sieht das beim Eiweiß Import aus? Im Ausland wird die Ernte auch nicht von Hand gepflückt, so entsteht im Anbau und Ernte dort auch CO2 und der Transport zu uns erfolgt auch nicht durch Luft und Liebe. 

In Ernährungs- und Medizinfachbüchern ist die Rede von leichterer Verdaulichkeit von tierischen Fetten, Eiweißen, Spurenelementen die in der Milch und den anderen Lebensmitteln tierischen Ursprungs natürlich vorkommen. Das bestätigte mir auch mein Arzt auf Nachfrage, die tierischen Nährstoffe sind besser aufzuschließen von unserem Organismus und somit besser verdaulich. Doch auch die Forschung hat Meilensteine erreicht und kann u. a. synthetisch immer besser verdauliche Spurenelemente, Vitamine, Fette, etc. herstellen und teilweise bieten Pflanzliche Inhaltsstoffe eine ähnliche Versorgung. Jedoch nicht dasselbe. 
Da wäre dann wieder die Grundsatzfrage zurück zur Basis, natürlich & ursprünglich ist gefordert – dieser Vorsatz ist mit dem Einsatz von „Labor Vitaminen, Spurenelementen etc.“ wohl nicht erfüllt.

1  https://www.skopos-group.de/news/13-millionen-deutsche-leben-vegan.html

Die Lösung liegt bei jedem individuell. 

Die eine Lösung der Ernährung, der Welternährung gibt es wahrscheinlich nicht, oder nocht nicht? 
Vielleicht kenne ich Sie noch nicht, doch alle anderen? 

Besonders Menschen mit Unverträglichkeiten können nicht die eine Lösung annehmen, sondern müssen herausfinden und befolgen was ihnen selbst gut tut.

Die Ernährung bei uns Menschen, Tieren verläuft doch nach dem selben Grundsatz – wir haben einen Energiebedarf zum Erhalt und einen Bedarf zur Leistung. Diesen sollten wir decken, doch wie und ob das liegt meist bei jedem selbst. 

Thema Ernährung so komplex und so spannend! Das schreiben hat mich dazu angeregt weiter zu Hinterfragen – also auf zum Experten. Ich werde euch berichten! 🙂 

Ich habe meine Lösung gefunden! Sie liegt ganz bei mir! 

Massentierhaltung, eine intensive Tierhaltung die keine Fehler zulassen kann – das Schützen vor Fehler …. Das verpackt Ingmar, Landwirt und das Hofhuhn.
Ein Artikel den ich nicht als falsch oder richtig bewerten möchte sondern ihn teilen möchte um einen weiteren Blickwinkel zu erreichen.